Nachricht
Tödlicher Uran-Bergbau
UNESCO opfert Naturschutzgebiet für Uranmine
Die UNESCO ermöglicht mit der Grenzänderung eines afrikanischen Naturschutzgebiets, dass dort nun Uran zur Belieferung von Atomkraftwerken abgebaut werden kann. Die geplante Mine liegt in einem Elefanten-Korridor zwischen Tansania und Mosambik.
Bald könnten riesige Mengen radioaktiven Abfalls die einmalige Natur und Artenvielfalt des Selous bedrohen. Bei der geplanten Laufzeit von zehn Jahren würde die Uran-Mine mindestens 60 Millionen Tonnen giftigen Abraum hinterlassen. Beim Uranabbau gibt es keine sichere Methode, um die Kontaminierung von Oberflächen- und Grundgewässern zu verhindern. Zudem ist unklar, ob der beim Bergbau anfallende Uranstaub durch Winde nicht weite Teile des Reservats verseucht.
Umweltschützer werfen der UNESCO Versagen und Verantwortungslosigkeit vor. Ihr Verhalten zeige, dass sie sich Unternehmens- und Lobbyinteressen unterwerfe. Nun besteht die Gefahr, dass Selous ein Präzedenzfall wird und weitere Welterbestätten für ähnliche Interessen geopfert werden.
Hier kann ein Protest-Brief an die UNESCO-Generaldirektorin unterschrieben werden.
AntiAtom-Woll-X-Premiere in Bonn
Bei strahlendem Wetter präsentierte AntiAtomBonn erstmalig das größte AntiAtom-Woll-X in Bonn auf dem Friedensplatz. Natürlich wurde nicht nur gestriXt, sondern auch mit Infos und AntiAtom-Materialien für eine atom(waffen)freie Welt geworben. Viele interessierte BonnerInnen und auch Touristen aus fernen Landen zeigten sich interessiert an dem wollenden Wunder. Diskutiert wurde aber auch nicht nur mit besorgten BürgerInnen, sondern auch mit der FDP - diese hatte passend zum gelben X ihren Infostand gleich neben an aufgebaut. Hoffentlich konnten die AktivistInnen die FDPler überzeugen, dass die hohen Energiepreise nicht unbedingt etwas mit der EEG-Umlage zu tu haben...
Klimacamp im rheinischen Braunkohlerevier entlarvt RWE
Nach zwei Wochen, zahlreichen Workshops, hunderten TeilnehmerInnen - aus den verschiedensten Ländern Europas - und gelungenen Aktionen ging das NRW-Klimacamp 2012 im Hambacher Forst zu Ende. In den noch verbliebenen Resten des Forstes wachsen Hainbuchen und Stieleichen und der Wald beherbergt eine Kolonie der vom Aussterben bedrohten Bechsteinfledermaus (Quelle Wikipedia). Doch nicht nur gegen den Braunkohletagebau vor Ort und gegen Umweltverschmutzung allgemein demonstrierten die jungen und alten AktivistInnen. Die Forderung nach einer internationalen Klimagerechtigkeit war laut und deutlich zu vernehmen.
In über 50 Vorträgen und Workshops wurde über das Klima, Umweltschutz und die Alternativen diskutiert. Auch von Umsiedlungen betroffene BürgerInnen waren vor Ort und berichteten über ihre Lage.Schnell wurde klar, dass Europas größtes (und tiefstes) Baggerloch zu einer Hypothek für unsere Kinder wird und schleunigst gestoppt werden muss...
Die Verpflegung vom Kochkollektiv Rampenplan und Live-Musik diverser Bands rundeten den kulturellen Teil des rheinischen Klimacamps ab. Die Zeit vor Ort wurde auch genutzt um AntiAKohleBewegung und AntiAtomBewegung zu vernetzen und Erfahrungen auszutauschen.
Nachdem am 7.8. bereits 90 AktivistInnen für über 10 Stunden die Hambachbahn durch eine Sitzblockade aufhielten, ketteten sich drei Aktivisten später an die Schienen. Der Kohletransport konnte erst nach der Entfernung der Aktivisten weiterfahren.
Im April diesen Jahres haben UmweltaktivistInnen Baumhäuser an der Abrisskante errichtet, um dort die geplante Rohdung des Hambacher Forstes durch RWE zu verhindern. Infos und Bilder von den Baumbesetzern gibt es hier: http://hambacherforst.blogsport.de
Das Klimacamp bei Köln endete am 11. August - das Klimacamp in der Lausitz startete einen Tag später: http://www.lausitzcamp.info/ .
Uranfabrik Gronau 24 Stunden blockiert
Nach ziemlich genau 24 Stunden haben die AktivistInnen die Blockade der Urananreicherungsanlage Gronau selbstständig beendet. Damit war das die (bisher) längste Protestaktion vor den Toren der UAA. Sie begann gestern gegen 13 Uhr und bestand aus zwei Tripods vor den beiden Werkstoren, Transparenten und mehreren AktivistInnen. Genächtigt wurde in den Tripods und auf Stroh, welche ein Landwirt zur Verfügung stellten. Die ganze Zeit über war die Situation für die AktistInnen relativ entspannt, etwas chaotischer hingegen verlief der Schichtwechsel der Urenco-MitarbeiterInnen heute morgen.
Solange in Gronau Uran für den Weltmarkt angereichert wird und bis zu 35 AKW versorgt kann von einem Atomausstieg keine Rede sein. Und im Atomausstiegsgesetz wird die Gronauer Anlage nicht erwähnt! Sofortige Stilllegung aller Atomanlagen - auch in Gronau!
Diese Meldung stammt von Sofa: http://www.sofa-ms.de/
Über 1.500 Einwendungen gegen den Netzentwicklungsplan!
Update zu den Einwendungen gegen den Netzentwicklungsplan 2012:
Über 1.500 Einwendungen haben die Netzbetreiber bis zum 10. Juli erreicht. Das ist ein großartiger Erfolg - nachdem bis Ende Juni erst 70 Einwendungen eingegangen waren. Ein guter Schritt, aber kein Grund sich in der Sache zurück zu lehnen. Die nächste Einwendungsphase kommt. Eingesehen werden können die Einwendungen hier: http://www.netzentwicklungsplan.de/content/konsultation-2012
Natürlich nur, wenn der Autor vorher den Netzbetreibern seine Zustimmung zu einer Veröffentlichung gegeben hat. U.a. berichtete auch die taz über die Einwendungen: http://www.taz.de/Buerger-gegen-Windparks/!97809/
Vielen Dank für alle TeilnehmerInnen und UnterstützerInnen! AntiAtomBonn wird den NEP weiterhin kritisch begleiten! Die Energiewende ist dezentral!
Jetzt Mustereinwendungen verschicken! Netzentwicklungsplan gut für die Energiewende?
Liebe Freundinnen und Freunde,
wie ihr vielleicht aus diversen Medien erfahren habt wurde just der sog. Netzentwicklungsplan (NEP) veröffentlicht und zur "Konsultation" für alle BürgerInnen bis zum 10. Juli freigegeben. In dem Netzentwicklungsplan legen die Übertragungsnetzbetreiber (sic!) ihren Bedarf am künftigen Netzausbau dar. Der Plan soll dann im Laufe des Jahr verschiedene Gremien durchlaufen, bis er als Gesetz vom Bundestag erlassen werden kann.
Eine neue Form der "Mitbeteiligung" ermöglicht es uns den Plan bis zum 10. Juli zu kommentieren (hier sind es sog. Konsultationen). Einige Parteien, Einzelpersonen und Institutionen haben dies bereits getan - wenn auch leider teilweise sehr interessengeleitet und unkritisch. AktivistInnen von AntiAtomBonn haben den Plan analysiert und eine Muster-Stellungnahme dazu verfasst. Ebenso haben wir ein Hintergrundpapier entwickelt, dass für eigene Stellungnahmen verwendet werden kann. Die Einwendungen können auch als eMail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! geschickt werden.
Die AntiAtomBonn-Dokumente gibt es hier:
Musterschreiben zum Netzentwicklungsplan
Erläuterung zum Netzentwicklungsplan
Den kompletten Netzentwicklungsplan und die Anleitung zur Konsultation findet ihr hier: http://www.netzentwicklungsplan.de
Warum ist der Netzentwicklungsplan kritisch zu sehen?
Netzentwicklungsplan soll zentralistische Strukturen zementieren: http://www.eurosolar.de/de/index.php?option=com_content&task=view&id=1647&Itemid=379
Regionale Netze statt teurer Stromautobahnen: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/energiewende170.html
Sehenswert: Die Doku "UnterStrom" zeigt, wie überall im Land Bürger und Stadtwerke die Energiewende selbst in die Hand nehmen, in welchem Umfang sich Industriesubventionen in der EEG-Umlage verstecken und welche Preis senkenden Effekte erneuerbare Energie bereits heute auf den Strompreis an der Börse hat: "UnterStrom" - http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite/#/beitrag/video/1666352/ZDFzoom:-Unter-Strom
EURATOM? Nein Danke! - Fotoaktion 1000 Gipfel
Der Deutsche Bundestag hat den Ausstieg aus der Atomenergie bis 2022 beschlossen. Ein Erfolg der Anti-Atom-Bewegung und von Tausenden von Menschen, die sich über Jahrzehnte gegen diese sinnlose und gefährliche Form der Energiegewinnung eingesetzt haben. Deshalb bleiben wir dabei: Wir wollen die Abschaltung aller Atomreaktoren – und zwar sofort!
Trotz alledem bleibt noch viel zu tun. Erst 2022 wird das letzte Atomkraftwerk abgeschaltet, die Bundesrepublik besitzt immer noch kein geeignetes Endlager für hochradioaktiven Atommüll und die Regierung Merkel verschleppt die Energiewende.
Und, Deutschland ist immer noch Mitglied von EURATOM, der Europäischen Atomgemeinschaft. Deutschland finanziert mit seiner Mitgliedschaft weiterhin die Atomkraft der EU und als NaturFreunde fordern wir auch hier den Ausstieg!
Warum und weshalb Deutschland bei EURATOM nicht mehr mitmachen soll, was „1000 Gipfel“ damit zu tun haben findet ihr auf der Website der Naturfreunde: http://www.euratom-nein-danke.de/











